Das faszinierende und einmalig vielfältige Chile

10 Dez Das faszinierende und einmalig vielfältige Chile

viajes - upitravelChile, das schmale Land am Ende der Welt , schafft es nur selten in die internationalen Schlagzeilen. In den letzten Jahren haben wir vor allen Dingen bei verschiedenen Unglücken von dem Land in den Nachrichten gehört. Verdient hat es das Reiseland Chile allemal das man bei jeder Möglichkeit die sich bietet positiv berichtet.

Als „Insel auf dem Festland“ und „Land mit einer verrückten Geografie“ wird Chile gern bezeichnet. Beides stimmt: Das Land im Südwesten des südamerikanischen Kontinents ist durch die Andengipfel von seinen Nachbarn getrennt, inselartig abgeschnitten. Verrückte Geografie sowieso: 4300 Kilometer lang und durchschnittlich nur 180 Kilometer breit, ein Querschnitt durch alle Klimazonen außer der tropischen. Chile gehört mit zu den vielgestaltigsten Ländern der Erde.“

Für jeden Besucher ist etwas dabei: Gipfelstürmer haben die Andenkette, Strandfreunde Tausende Kilometer Küste, Wanderer spektakuläre Naturwälder in Mittelchile und im Seengebiet. Wer Einsamkeit sucht, findet sie in den kargen Wüsten des Nordens oder in den grünen Weiten Patagoniens, und eine gänzlich andere, fremde Südseekultur offenbart die Osterinsel. Festlandchile bietet eine faszinierende Mischung aus europäischen und indigenen Kulturen.

Im hohen Norden finden sich die ältesten Mumien der Welt und faszinierende kleine Kolonialkirchen, deren spanischer Einfluss ebenso wenig zu übersehen ist wie der indianische, aber auch abgeschiedene Aymara Dörfer, in denen die Menschen von der spärlichen Viehzucht leben, die auf dem Hochlandmöglich ist. In Araukanien wiederum leben viele Mapuche Indianer – wie alle indianischen Völker Südamerikas gehören auch sie nicht zu den Reichen im Land. Und man sieht an der Form der Häuser und an den Speisekarten gut, wer den Süden kolonisierte: Einwanderer aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Allerdings sollte man deren Einfluss nicht überschätzen: Auch wenn einige Chilenen deutsch und manche englisch sprechen – ein paar Brocken Spanisch helfen enorm und erleichtern das Reisen beträchtlich. Und keine Scheu vorm Radebrechen: Das schlechteste Spanisch ist besser als keines, und die Anstrengungen des Ausländers wissen die gastfreundlichen Chilenen zu schätzen. Heute besuchen jährlich 3,5 Millionen Menschen aus aller Welt das Land überlaufen kann man das beileibe nicht nennen. Vergleichbar entfernte Reiseziele wie Neuseeland oder Namibia verzeichnen einen wesentlich größeren Besucheransturm.

Chile hat sich einen Namen gemacht bei Individualreisenden, die ursprüngliche Natur, Einsamkeit und ein bisschen Abenteuer suchen, aber auch mal in einem guten Hotel absteigen und sich verwöhnen lassen wollen. Die touristische Infrastruktur wurde in den letzten Jahren immer besser. Gute Überlandbusse und ein exzellentes Flugnetz bringen Reisende überall hin, in den Touristenorten gibt es eine breite Auswahl an Unterkünften aller Preisklassen, dazu immer mehr Angebote für Aktivurlauber: Reiten, Wandern, Rafting und vieles weitere. Anders als viele lateinamerikanische Länder ist Chile kein Billigland. Dafür ist es für Touristen eines der sichersten des Kontinents, dazu gut organisiert und leicht zu bereisen.